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2023 waren die Märkte außergewöhnlichen Einflüssen unterworfen. Dabei war nicht klar erkennbar, ob die Stagflation oder aber künstliche Intelligenz (KI) den größten wirtschaftlichen Einfluss hatten. Gleichzeitig verschlechterte sich die geopolitische Situation immer weiter: Zwischen Russland und der Ukraine findet der Krieg kein Ende und der neue Krieg zwischen Israel und der Hamas weckt wieder einmal die Furcht vor einem neuen Nahostkonflikt.

Beim Blick in die Zukunft ist der aufkeimende wirtschaftliche Optimismus in unseren Teams jedoch nicht zu übersehen: Unser Team für die globalen Schwellenländer singt „Here Comes the Sun“ von den Beatles und unser Team im Vereinigten Königreich lässt sich von Ian Drurys „Reasons to be Cheerful“ inspirieren.

Warum? An den Anleihemärkten lassen die Anzeichen auf mehr als nur das Überwinden der Zinsspitze schließen: Sie signalisieren eine Rückkehr zur normalen Inflation. Inzwischen geht es also um die Frage: Wann kommt die erste Zinssenkung? Wir sind vorsichtig und unsere Intuition sagt uns, dass sie voraussichtlich eher in der zweiten Jahreshälfte 2024 ansteht, aber für die Märkte ist Reisen immer besser als ankommen. Die gute Nachricht vom Zinsschnitt wird lange vor dem eigentlichen Ereignis eingepreist werden.

Nachdem lange die Angst vor der Stagflation umging, zeigen sich im weiten Feld der Investment-Chancen große Bereiche mit hervorragender Wertschöpfung, vor allem im Vereinigten Königreich und China. Bei der AI-Revolution steckt das Wachstum noch in den Kinderschuhen. Alle Innovationen gehen durch vier Zyklen: Die erste Innovation löst freudige Erregung und Widerspruch aus. Dann folgen Akzeptanz, Annahme und Regulierung. In der Reifephase wird die Innovation angepasst und angewendet: Sie erfüllt ihr Versprechen und mehr. Mit der Zeit verschwindet sie aber unweigerlich wieder in der Versenkung.

KI steht offensichtlich gerade am Beginn von Phase eins und wir gehen davon aus, dass die Revolution immer schneller voranschreiten wird.

Nach allem, was in diesem Jahrzehnt schon geschehen ist, fragen wir uns: Kann die geopolitische Situation die Märkte überhaupt noch beeindrucken? Wir hatten eine Pandemie, einen Angriffskrieg in Europa und einen Krieg im Nahen Osten – was kann uns noch überraschen? 2024 wird im Westen ein Jahr der Wahlen: Zum Jahresende werden die USA und auch das Vereinigte Königreich neue Staatsoberhäupter haben. Bis dahin wird es wohl wenig neue Impulse geben – aber viel Lärm. Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaftspolitik einer neuen Regierung sich nicht von der jetzigen unterscheiden wird. In Europa finden die Europawahlen statt. Sie sind zwar nicht besonders wichtig, bieten der Wählerschaft aber eine Möglichkeit zum Protest. Wir erwarten einen deutlichen Rechtsruck.

Das Jahrzehnt war bereits sehr ereignisreich – 2022 und 2023 erwiesen sich die Marktbedingungen als außergewöhnlich schwierig. Doch es gibt Grund zum Optimismus. Die jüngsten Ereignisse haben die Welt auf jeden Fall verändert, aber angesichts der Aussicht auf Zinssenkungen und weitere Entwicklungen beginnen die Märkte allmählich, sich auf 2024 zu freuen.



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