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Dieser Artikel wurde ursprünglich im LinkedIn-Newsletter „Global Market Perspectives“ von Stephen Dover veröffentlicht. Folgen Sie Stephen Dover auf LinkedIn, wo er seine Gedanken und Kommentare sowie seinen Newsletter mit globalen Marktperspektiven veröffentlicht.

Per 13. März hat der S&P 500 Index gegenüber seinem Höchststand etwa 14 % eingebüßt und befindet sich nun im Korrekturbereich. Noch schlechter erging es den „Glorreichen Sieben“1, die um etwa 17 % eingebrochen sind. Dieses Jahr steht im Zeichen hoher Erwartungen an die Märkte und die Wirtschaft sowie hoher Bewertungen. Doch eine unsichere Politik hat Risiken heraufbeschworen, die zu einer Neubewertung und weiteren Zweifeln hinsichtlich der Gewinn- und Wachstumserwartungen geführt haben.

  • Die Zölle sind ernst gemeint. An der Wall Street rechneten viele damit, dass Trumps Zollpolitik in seiner zweiten Amtszeit der seiner ersten Amtszeit ähneln würde. Sie erwarteten also vorübergehende Zölle, die hauptsächlich als Verhandlungsgrundlage für neue Handelsabkommen dienen würden. Mittlerweile ist den Märkten klar, dass die erhobenen Zölle möglicherweise eine dauerhaftere Strategie darstellen und zu Handelshemmnissen werden, die Vergeltungsmaßnahmen auslösen. Dies hat zu einer Neubewertung an den Märkten geführt, da die Risiken für das Wirtschaftswachstum und die Inflation in den USA allmählich in Erscheinung treten.
  • Beseitigung des Handelsbilanzdefizits. Das Gesamthandelsbilanzdefizit der USA kann nur durch eine drastische Reduzierung des US-Konsums und der Notwendigkeit, Kredite aus dem Ausland zur Finanzierung des Haushaltsdefizits und anderer Kapitalinvestitionen aufzunehmen, ausgeglichen werden.
  • Die Einnahmen durch Zölle sind begrenzt. Zolleinnahmen sind kein Ersatz für Einkommensteuern. Bei gleichbleibenden Importen wäre ein Zollsatz von 100 % auf Waren und Dienstleistungen erforderlich, um das derzeitige Einkommensteuerniveau zu erreichen (Quelle: Yardeni Research, 13. März 2025). Selbst dann wäre der Bundeshaushalt nicht ausgeglichen, und eine erhebliche Inflation könnte die Folge sein.
  • Die Kettensägenpolitik der DOGE-Behörde.  Ein weiterer Faktor, der zu den jüngsten Marktbewegungen beigetragen hat, ist die rasante Senkung der Staatsausgaben. Die Regierung priorisiert Haushaltskürzungen und eine Reprivatisierung, um die Politik und die Ausgaben aus der Zeit nach der globalen Finanzkrise und während der Corona-Pandemie rückgängig zu machen. Das aggressive Tempo der Deregulierungsmaßnahmen und der Stellenabbau auf Bundesebene sind ein Schock für Unternehmen, die auf öffentliche Aufträge angewiesen sind. Ein Vorgehen mit mehr Augenmaß käme auf dem Markt wahrscheinlich gut an.
  • Der Markt reagiert. Es ist möglich, dass Trump bei den Zöllen einlenkt und dass die Maßnahmen der DOGE-Behörde besonnener werden. Doch viele AnalystInnen senken aufgrund des gestiegenen Stagflationsrisikos ihre Jahresend-Kursziele für den Aktienmarkt.
  • Ein breiter angelegter Markt. Der Markt verbreitert sich weiter, wobei die durchschnittliche Aktie – d. h. der gleichgewichtete S&P 500 – den traditionellen kapitalisierungsgewichteten S&P 500 auf Gesamtrenditebasis um etwa 2,3 % übertrifft.2 Gleichzeitig laufen die Märkte in Europa und China dem US-Markt den Rang ab.
  • Die gute Nachricht. Wenn mehr Sicherheit herrscht und die geplanten Steuersenkungen und Deregulierungen formalisiert und verabschiedet werden, könnten sich die Märkte wieder beleben.


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