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Zusammenfassung

Unsere „Risk-on“-These hat im September weiter Bestand. Trotz geopolitischer Spannungen, Inflationsdruck und Unsicherheit hinsichtlich künstlicher Intelligenz sprechen das widerstandsfähige Wachstum und die starken Fundamentaldaten der Unternehmen dafür, dass sich Risiken lohnen könnten.

Wir setzen auf ein diversifiziertes Aktienengagement, bei dem wir einen Technologieschwerpunkt beibehalten und gleichzeitig die mit einer möglichen KI-Blase verbundenen Risiken mindern.

Der Markt sorgt sich weiter über die Inflation und die Politik, doch die robusten Unternehmensgewinne in den USA und den Schwellenländern stützen nach wie vor unsere Aktienpositionierung.

Außerdem bleiben wir internationalen Staatsanleihen zugeneigt, während zunehmend eine straffere Geldpolitik erwartet wird.

Makro-Themen

Starkes Wachstum

  • Das makroökonomische Wachstum bleibt dank der großen Ertragskraft der Unternehmen stark.
  • Die US-Wirtschaft hat sich als besonders widerstandsfähig erwiesen; die meisten Schätzungen des US-Wachstums liegen über dem Trend.
  • Die konjunkturellen Frühindikatoren machen einen guten Eindruck, aber wir behalten die Auswirkungen der höheren Inputkosten und der schwächeren Beschäftigungsdaten im Auge.

Komplizierte Inflation

  • Die andauernd hohe Kerninflation bleibt problematisch für die US-Inflationsdynamik, auch wenn die jüngsten Daten positiver ausgefallen sind.
  • Wir erwarten nur begrenzte Zweitrundeneffekte des Energiepreisanstiegs, da die angebotsbedingte Inflation dazu führen wird, dass sich die Realeinkommen verringern und die Menschen auf Konsumausgaben verzichten.
  • Die Kerninflation bei Waren hat sich etwas verbessert. Der Druck durch Zölle hat nachgelassen, doch wir behalten die angespannte Lage der globalen Lieferketten im Blick.

Straffere Geldpolitik

  • Angesichts der erhöhten Spannungen im Nahen Osten haben sich die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik verändert: In allen wichtigen Regionen, auch in den USA, zeichnet sich eine Tendenz zur Straffung ab.
  • Der Fed-Vorsitzende Warsh bemüht sich, die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit der US-Notenbank zu stärken, und die Märkte preisen nun einen restriktiveren Ansatz des Offenmarktausschusses (FOMC) ein.
  • Die Fiskalpolitik fördert das Wachstum, trägt aber gleichzeitig zu größeren Defiziten bei. Die Verteidigungsausgaben und Energiehilfspakete könnten ebenfalls einen Einfluss haben.

Portfoliothemen

Anlageklassenübergreifend: Risikobereitschaft

  • Die Fundamentaldaten der Unternehmen bleiben angesichts der Erwartungen eines zweistelligen Gewinnwachstums für die nächsten zwölf Monate solide.
  • Das makroökonomische Wachstum ist nach wie vor ein Positivfaktor, dem jedoch die komplizierte Inflation und die politischen Bedingungen entgegenstehen.
  • Die Marktstimmung und die Positionierung sind wieder etwas überschwänglicher geworden, haben jedoch noch kein besorgniserregendes Niveau erreicht.

Aktien-Diversifizierung

  • KI ist der Schwerpunkt unseres Aktienengagements, was eine Übergewichtung von Aktien aus den USA, den Schwellenländern und Japan zur Folge hat.
  • In Europa haben sich die Indikatoren für die makroökonomischen Bedingungen und die Fundamentaldaten der Unternehmen verbessert. Die Prognosen für das Wachstum des Gewinns je Aktie (EPS) sind vor dem Hintergrund der zunehmenden Rentabilität der Unternehmen gestiegen.
  • Australische Aktien erscheinen uns wegen der Kombination aus schwachem Binnenwachstum, mangelnder fiskalischer Unterstützung und straffer Geldpolitik nach wie vor am unattraktivsten im Regionenvergleich.

Neutral in puncto Duration

  • Wir rechnen damit, dass eine drohende Nachfragevernichtung einen stärkeren Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen hat, als es die Marktpreise vermuten lassen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die internationalen Zentralbanken die Markterwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen erfüllen.
  • Das robuste Wachstum in den USA und die erhöhte Inflation erschweren die Geldpolitik der Fed. Wir ziehen weiterhin internationale Durationsengagements vor.
  • Angesichts der hohen Unternehmensgewinne und der engen Spreads erscheinen die Überrenditen von Aktien attraktiver als die von Unternehmensanleihen.


Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

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