AUTOREN

Brett Goldstein, CFA
Head of Multi-Asset
Franklin Templeton Investment Solutions

Tom Nelson, CFA, CAIA
Head of Market Strategy
Franklin Templeton Investment Solutions

Miles Sampson, CFA
Head of Asset Allocation Research,
Franklin Templeton Investment Solutions
Zusammenfassung
Unsere „Risk-on“-These hat im September weiter Bestand. Trotz geopolitischer Spannungen, Inflationsdruck und Unsicherheit hinsichtlich künstlicher Intelligenz sprechen das widerstandsfähige Wachstum und die starken Fundamentaldaten der Unternehmen dafür, dass sich Risiken lohnen könnten.
Wir setzen auf ein diversifiziertes Aktienengagement, bei dem wir einen Technologieschwerpunkt beibehalten und gleichzeitig die mit einer möglichen KI-Blase verbundenen Risiken mindern.
Der Markt sorgt sich weiter über die Inflation und die Politik, doch die robusten Unternehmensgewinne in den USA und den Schwellenländern stützen nach wie vor unsere Aktienpositionierung.
Außerdem bleiben wir internationalen Staatsanleihen zugeneigt, während zunehmend eine straffere Geldpolitik erwartet wird.
Makro-Themen
Starkes Wachstum
- Das makroökonomische Wachstum bleibt dank der großen Ertragskraft der Unternehmen stark.
- Die US-Wirtschaft hat sich als besonders widerstandsfähig erwiesen; die meisten Schätzungen des US-Wachstums liegen über dem Trend.
- Die konjunkturellen Frühindikatoren machen einen guten Eindruck, aber wir behalten die Auswirkungen der höheren Inputkosten und der schwächeren Beschäftigungsdaten im Auge.
Komplizierte Inflation
- Die andauernd hohe Kerninflation bleibt problematisch für die US-Inflationsdynamik, auch wenn die jüngsten Daten positiver ausgefallen sind.
- Wir erwarten nur begrenzte Zweitrundeneffekte des Energiepreisanstiegs, da die angebotsbedingte Inflation dazu führen wird, dass sich die Realeinkommen verringern und die Menschen auf Konsumausgaben verzichten.
- Die Kerninflation bei Waren hat sich etwas verbessert. Der Druck durch Zölle hat nachgelassen, doch wir behalten die angespannte Lage der globalen Lieferketten im Blick.
Straffere Geldpolitik
- Angesichts der erhöhten Spannungen im Nahen Osten haben sich die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik verändert: In allen wichtigen Regionen, auch in den USA, zeichnet sich eine Tendenz zur Straffung ab.
- Der Fed-Vorsitzende Warsh bemüht sich, die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit der US-Notenbank zu stärken, und die Märkte preisen nun einen restriktiveren Ansatz des Offenmarktausschusses (FOMC) ein.
- Die Fiskalpolitik fördert das Wachstum, trägt aber gleichzeitig zu größeren Defiziten bei. Die Verteidigungsausgaben und Energiehilfspakete könnten ebenfalls einen Einfluss haben.
Portfoliothemen
Anlageklassenübergreifend: Risikobereitschaft
- Die Fundamentaldaten der Unternehmen bleiben angesichts der Erwartungen eines zweistelligen Gewinnwachstums für die nächsten zwölf Monate solide.
- Das makroökonomische Wachstum ist nach wie vor ein Positivfaktor, dem jedoch die komplizierte Inflation und die politischen Bedingungen entgegenstehen.
- Die Marktstimmung und die Positionierung sind wieder etwas überschwänglicher geworden, haben jedoch noch kein besorgniserregendes Niveau erreicht.
Aktien-Diversifizierung
- KI ist der Schwerpunkt unseres Aktienengagements, was eine Übergewichtung von Aktien aus den USA, den Schwellenländern und Japan zur Folge hat.
- In Europa haben sich die Indikatoren für die makroökonomischen Bedingungen und die Fundamentaldaten der Unternehmen verbessert. Die Prognosen für das Wachstum des Gewinns je Aktie (EPS) sind vor dem Hintergrund der zunehmenden Rentabilität der Unternehmen gestiegen.
- Australische Aktien erscheinen uns wegen der Kombination aus schwachem Binnenwachstum, mangelnder fiskalischer Unterstützung und straffer Geldpolitik nach wie vor am unattraktivsten im Regionenvergleich.
Neutral in puncto Duration
- Wir rechnen damit, dass eine drohende Nachfragevernichtung einen stärkeren Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen hat, als es die Marktpreise vermuten lassen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die internationalen Zentralbanken die Markterwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen erfüllen.
- Das robuste Wachstum in den USA und die erhöhte Inflation erschweren die Geldpolitik der Fed. Wir ziehen weiterhin internationale Durationsengagements vor.
- Angesichts der hohen Unternehmensgewinne und der engen Spreads erscheinen die Überrenditen von Aktien attraktiver als die von Unternehmensanleihen.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.
Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden. Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (Large Caps) können je nach Markt- und Wirtschaftslage bei den Anlegern in Ungnade fallen. Die Risiken und die Volatilität bei Small Caps und Mid Caps sind größer als bei Large Caps.
Anleihen bergen Zins-, Kredit-, Inflations- und Wiederanlagerisiken sowie das Risiko eines möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Wenn die Zinssätze steigen, fällt der Wert von festverzinslichen Wertpapieren. Niedrig bewertete High-Yield-Anleihen sind größeren Kursschwankungen und höheren Illiquiditäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt.
Die Vermögensallokation auf verschiedene Strategien, Anlageklassen und Investments kann sich als nicht vorteilhaft erweisen und zu anderen als den gewünschten Ergebnissen führen. Wenn im Rahmen einer Strategie in Unternehmen in einem bestimmten Land oder einer bestimmten Region investiert wird, kann diese Strategie höherer Volatilität ausgesetzt sein als eine geografisch breiter diversifizierte Strategie.
Rohstoffbezogene Anlagen unterliegen zusätzlichen Risiken wie der Volatilität von Rohstoffindizes, Anlegerspekulation, zins- und wetterbezogenen Risiken sowie nachteiligen steuerlichen und regulatorischen Entwicklungen.
Internationale Anlagen sind mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu gehören Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, die zu erhöhter Volatilität führen können. Diese Risiken sind in Schwellenländern noch größer. Der Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft ist noch immer hoch, und daher spielen bei Investitionen in China Regulierungsrisiken im Vergleich zu vielen anderen Ländern eine größere Rolle.
Anlagen in Unternehmen in Privatbesitz sind mit bestimmten Herausforderungen verbunden
WF: 12550508
