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Neue Schnellzüge zwischen Großstädten, erneuerbare Energie

Indiens Infrastruktur, die viele Jahre lang das Wachstum gebremst hat, befindet sich im Umbruch. Flughäfen werden modernisiert, Stromnetze ausgebaut und Mautstraßen eröffnet. Einer der wichtigsten Katalysatoren für den Ausbau der Straßen war die nationale GST, die es den Unternehmen ermöglicht hat, Betriebsmittel in ganz Indien zu beschaffen und zu transportieren. Dies war zwar auch bereits vor der Einführung der GST möglich, aber die zahlreichen Steuern und sich überschneidenden Anforderungen bei der Beförderung von Waren zwischen den Bundesstaaten erschwerten die Umsetzung für viele Unternehmen, insbesondere für KMU.

Besserer Schienenverkehr

Die indischen Eisenbahnnetze sind wichtige Verkehrsadern für den Transport von Menschen und Waren von Fabriken und Kleinstädten zu den städtischen Zentren, Häfen und Verteilerknotenpunkten. Nach dem Erfolg des Vande Bharat Express werden Pläne für Schnellzüge zwischen Städten in Angriff genommen. Indian Railways baut derzeit eine 500 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mumbai und Ahmedabad und plant sieben weitere Eisenbahnkorridore. In der Erwartung, dass einige dieser Strecken im Rahmen der Liberalisierungsagenda an den privaten Sektor vergeben werden, sind indische Infrastrukturunternehmen Joint Ventures mit europäischen Spezialisten für Hochgeschwindigkeitszüge eingegangen.

Mehr erneuerbare Energien

Der Bereich erneuerbare Energie ist einer der am schnellsten wachsenden Sektoren in Indien. Das PLI-Programm der Regierung hat Unternehmen zur Herstellung von Solarmodulen angeregt und die Abhängigkeit von Importen verringert. Erneuerbare Energien machen derzeit 30 % der installierten Kapazität bzw. 110 Gigawatt (GW) aus. Davon entfällt die Hälfte auf Solarenergie.1 Erneuerbare Energien sind seit sieben Jahren führend bei den neu geschaffenen Kapazitäten. Allerdings haben die erneuerbaren Energien zwischen April und Dezember 2022 nur 12,5 % des Stromverbrauchs abgedeckt2, was unter anderem auf ein Ungleichgewicht zwischen der Spitzennachfrage (abends) und dem Spitzenangebot (nachmittags) zurückzuführen ist.

Erweiterung der Nettostromkapazität in Indien nach Typ

Stand: Juli 2023

Quellen: Elekore, HSBC. Es gibt keinerlei Gewähr, dass Prognosen, Schätzungen oder Vorrausberechnungen sich als richtig erweisen.

Eine der Maßnahmen zur Behebung dieses Missverhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage ist die Nutzung von gepumpter Wasserkraft oder Pumpspeicherkraft (Pumped Storage Power, kurz „PSP“). Dies ist eine anerkannte Alternative zu batteriegestützten Energiespeichersystemen, die jedoch noch in den Kinderschuhen steckt.

Indiens derzeitige PSP-Kapazität beträgt 4,7 GW, aber laut Schätzungen des Energieministeriums (auf der Grundlage von PSP-Plänen) könnten 55 Projekte ein zusätzliches künftiges Angebot von 73 GW schaffen.3

Der Ausbau von PSP steht jedoch aufgrund von Umweltproblemen und Planungsverzögerungen in der Kritik. Zudem gibt es Widerstände gegen die Ausweitung der Wasserkraftprojekte von den Flüssen, die die einzige Quelle für Wasserkraft in Indien sind, auf flussferne Quellen. Ein weiterer Faktor ist die Anbindung an das Stromnetz, ein weltweit verbreitetes Problem bei neuen Projekten für erneuerbare Energien.

Trotz aller Unwägbarkeiten wird PSP in Kombination mit Solarenergie aus Sicht der Stromerzeugung sicherlich einen wichtigen Beitrag leisten, wenn Indien seine CO2-Reduktionsziele erreichen will.



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