Kernpunkte:
- Störungen der Lieferketten, geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen für hochmoderne Halbleiter ließen Unternehmen ihre Abhängigkeit von China als Produktionsstandort für die Welt überdenken.
- Chinas Bedeutung für den Welthandel wird nicht schwinden. Sich aus China zurückzuziehen steht für die Unternehmen, mit denen wir sprechen, nicht zur Debatte. Vielmehr versuchen sie, ihre Produktion zu diversifizieren, um diese Risiken zu verringern.
- Diese Entwicklung hat zur Entstehung eines zwei-, drei- oder viergleisigen Ansatzes geführt: einer China-plus-viele-Strategie. Dies könnte zur Schaffung vieler neuer globaler Produktionszentren führen.
Zunehmende geopolitische Spannungen und eine höhere Sensibilität rund um die Produktion hochmoderner Halbleitertechnologie und künstlicher Intelligenz tragen zur Umgestaltung des Welthandels bei. Insgesamt führen die Veränderungen dazu, dass Länder ihre Bemühungen zur Diversifizierung der Handelsbeziehungen und zum Schutz ihrer Lieferketten beschleunigen.
Daher beobachten wir in den USA, der EU und Japan eine neue Strategie zum Risikoabbau. Die Länder richten ihre Lieferketten neu aus und stärken bilaterale Beziehungen zu ihren europäischen, lateinamerikanischen oder asiatischen Verbündeten. Besonders auffällig geschieht dies in strategischen und sensiblen Wirtschaftszweigen wie Technologie, Verteidigung, Gesundheitswesen und grüne Energie.
Die Diversifizierung und der Schutz der Lieferketten führte zur Entstehung von „Shoring“-Konzepten.
- Onshoring – Die Produktion wird wieder ins Inland verlagert.
- Nearshoring – Die Produktion wird in näher gelegene Länder verlagert.
- Friendshoring – Kapazitäten werden in Märkten aufgebaut, die als Verbündete gelten.
Dieser Bericht geht auf diese Themen ein und enthält Fallstudien zu vier wichtigen Märkten: Vietnam, Indien, Mexiko und der Türkei. Aus unserer Sicht bieten diese Märkte Herstellern und Investoren die Möglichkeit, ihr Risiko zu diversifizieren.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Anlagekapitals.
Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Internationale Anlagen sind mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu gehören Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, die zu erhöhter Volatilität führen können. Diese Risiken sind in Schwellenländern noch größer. Der Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft ist noch immer hoch, und daher spielen bei Investitionen in China Regulierungsrisiken im Vergleich zu vielen anderen Ländern eine größere Rolle.
Es gibt im Kontext von Investitionen in China, Hong Kong und Taiwan, spezielle Risiken, dazu gehören eine geringere Liquidität, Enteignung, eine konfiskatorische Besteuerung, Spannungen im internationalen Handel, Nationalisierung sowie Devisenkontrollbestimmungen und eine rasante Inflation. All dies kann auf den Fonds negativ Auswirkungen haben. Investitionen in Taiwan könnten wegen seiner politischen und wirtschaftlichen Beziehung zu China negativen Einflüssen unterliegen.
Anlagen in Unternehmen eines bestimmten Landes oder einer bestimmten Region können einer größeren Volatilität unterliegen als Anlagen, die geografisch breiter gestreut sind.
Alle Unternehmen und/oder Fallstudien im vorliegenden Dokument dienen lediglich der Veranschaulichung. Eine Anlage wird derzeit nicht unbedingt in einem von Franklin Templeton empfohlenen Portfolio gehalten. Die bereitgestellten Informationen stellen weder eine Empfehlung noch eine individuelle Anlageberatung in Bezug auf bestimmte Wertpapiere, Strategien oder Anlageprodukte dar und sind kein Hinweis auf Handelsabsichten eines durch Franklin Templeton verwalteten Portfolios.
