Zum Inhalt springen

Die globalen Kapitalmärkte haben im Jahr 2023 trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen eine starke Wertentwicklung hingelegt. Welche Anlagemöglichkeiten bietet die Zukunft? Warum tun sich bei festverzinslichen Unternehmensanleihen gerade jetzt besonders attraktive Chancen auf? Ich habe diese Fragen mit einer Gruppe von Experten für festverzinsliche Wertpapiere bei Franklin Templeton erörtert. Meine wichtigsten Erkenntnisse aus der Diskussionsrunde habe ich hier zusammengefasst:

Steigen Sie aus liquiden Mitteln aus und investieren Sie in festverzinsliche Wertpapiere. Zwar sind die Geldmarktzinsen hoch, aber festverzinsliche Instrumente bieten ähnliche Renditen mit dem zusätzlichen Vorteil höherer zukünftiger Gesamtrenditen, wenn die Zinssätze sinken. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass jetzt angesichts der aktuellen Dynamik ein idealer Zeitpunkt sei, um sich die aktuellen Zinssätze zu sichern.

Unternehmensanleihen weisen solide Fundamentaldaten auf. Der aktuelle Fremdkapitalanteil, die Zinsdeckung, der freie Cashflow und die Tilgungspläne bewegen sich auf einem höheren Niveau als in der jüngsten Vergangenheit. Die Konzentration auf Instrumente höherer Qualität ermöglicht es den Portfolios, von großzügigen aktuellen Renditen zu profitieren, die dazu beitragen könnten, wirtschaftliche Stürme zu überstehen, sollte sich die Wirtschaft weiter abschwächen als wir erwarten.

Die Unternehmen haben sich während der Pandemie zu niedrigen Zinssätzen refinanziert. Sie sind also nicht darauf angewiesen, sich zu den aktuellen höheren Zinssätzen refinanzieren müssen. Dies könnte dazu beigetragen haben, dass sich die Zinsanhebungen der US-Notenbank weniger stark ausgewirkt haben, da die Unternehmen keine Refinanzierung vornehmen müssen. Ab 2025 müssen zahlreiche Unternehmen zwar möglicherweise eine Refinanzierung in Anspruch nehmen, aber wir gehen davon aus, dass die Zinsen bis dahin sinken werden.

Hochverzinsliche Anleihen bieten attraktive Gesamtrenditen und bessere Kreditprofile als in der Vergangenheit. Mit Renditen in der Nähe von 8,5 % und einem gewissen Wertsteigerungspotenzial können hochverzinsliche Anleihen für Anleger einen guten Mittelweg zwischen den typischen Risiko-/Renditeprofilen von festverzinslichen Wertpapieren und Aktien darstellen.1 Was die Verbesserung der Qualität betrifft, so ist der Anteil der Emittenten, die an der Börse notiert sind, gestiegen. Dies ist ein wichtiger Punkt, da diese Unternehmen ihre Bilanzen eher konservativ führen. Darüber hinaus ist auch das Volumen der besicherten Schuldtitel im hochverzinslichen Bereich gestiegen.2

Private Credit bietet höhere Renditen und geringere Korrelationen. Der Bereich Private Credit, der ein Maß an Sicherheit und Flexibilität bietet, das Banken nicht mehr gewährleisten können, hat das Unternehmenswachstum angekurbelt. Ein hochgradig diversifizierter Pool von meist vorrangig besicherten Krediten generiert starke risikobereinigte Renditen bei höheren Zinssätzen, geringerer Verschuldung und strengeren Konditionen. Die Renditen im Bereich Private Credit liegen zwischen 11,5 % und 12,5 %,3 aber die Anleger müssen in der Lage sein, auch eine Illiquidität zu verkraften.

Nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer zählen Nichtbank-Finanzwerte und ausgewählte zyklische Kredite, einschließlich Chemie und Wohnungsbau, zu den interessanten Branchen, die Chancen eröffnen. Zu den Sektoren, die gemieden werden sollten, gehören Festnetzbetreiber und Einzelhändler in Einkaufszentren.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass festverzinsliche Wertpapiere aufgrund der höheren Gesamtrenditen derzeit attraktiver erscheinen. Sorgfältig ausgewählte, hochwertige festverzinsliche Wertpapiere können über die Erzielung von Renditen hinaus einen Mehrwert schaffen, da sie von Kapitalwertsteigerungen profitieren, wenn es zu künftigen Zinssenkungen kommt.

An dieser Podiumsdiskussion, die von Stephen Dover, Chief Market Strategist und Head of Franklin Templeton Institute, geleitet wurde, nahmen folgende Experten teil: Michael Buchanan, Deputy Chief Investment Officer und Head of Credit bei Western Asset Management, Glenn Voyles, Director of Portfolio Management-Corporate Bonds bei Franklin Templeton Fixed Income, Bill Zox, Portfolio Manager for High Yield and Corporate Credit Strategies bei Brandywine Global, sowie Larry Zimmerman, Managing Director und Head of Private Debt Origination bei Benefit Street Partners.

Stephen Dover, CFA
Chief Market Strategist,
Franklin Templeton Institute



Wichtige Hinweise

Das vorliegende Dokument dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie zu verstehen. Alle Anlagen sind mit Risiken behaftet, einschließlich des möglichen Verlusts der Kapitalsumme. Es besteht keine Garantie, dass eine Strategie ihr Ziel erreichen wird. Die Wertentwicklung kann auch durch Währungsschwankungen beeinflusst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen. Währungsschwankungen können den Wert ausländischer Anlagen beeinträchtigen. Strategien, die in Schwellenländer investieren, können mit höheren Risiken verbunden sein als jene, die in Industrieländer investieren. Strategien, die in Finanzderivate investieren, sind mit spezifischen Risiken verbunden, die das Risikoprofil der Strategie erhöhen können. Bei Strategien, die in bestimmte Sektoren oder Regionen investieren, können die Renditen stärker schwanken als bei einer breiter diversifizierten Strategie.

Wenn Sie Informationen über die Publikumsfonds für Privatanleger von Franklin Templeton wünschen, besuchen Sie bitte www.franklinresources.com. Dort werden Sie auf Ihre lokale Website von Franklin Templeton weitergeleitet.