Drei Themen, die uns beschäftigen
Sinkende Energiepreise. Die USA und Iran unterzeichneten am 17. Juni eine Absichtserklärung (MoU), was zu einem weiteren Rückgang der Energiepreise führte. Der Ölpreis befindet sich wieder fast auf Vorkriegsniveau, und auch die Düngerpreise geben nach. Die LNG-Preise sind jedoch weiterhin hoch, und die Margen der Dieselraffination scheinen nicht unter Druck zu sein. Die Frage, wie schnell die Schäden an den Energieanlagen am Persischen Golf behoben werden, wird die nächste Phase der Preisrückgänge bestimmen. Dies ist insbesondere für Schwellenländer mit niedrigerem Einkommen von Bedeutung, da die Erholung ihres Wachstums von günstigerer Energie abhängt.
Rotation in Richtung Halbleiter. Globale Anleger kehren den Hyperscalern den Rücken zu und investieren nun verstärkt in Chipproduzenten, denn es wird befürchtet, dass die Ausgaben der Hyperscaler nicht von Dauer sein könnten. Asien profitiert davon am meisten, da dort die weltweit führenden Chipproduzenten ansässig sind. Bedenken hinsichtlich der Konzentration der Renditen sind vor diesem Hintergrund berechtigt. Da die Kapazitäten allerdings bis 2027 vollständig ausgelastet sind, sehen wir das Ertragsrisiko als begrenzt an. Die Bewertungen befinden sich im historischen Vergleich auf einem erhöhten Niveau, sind jedoch weiterhin niedriger als die des Technologiesektors insgesamt.
Reform der Unternehmensführung. Die malaysischen staatsnahen Investmentgesellschaften (GLICs) unterstützen die kürzlich bekannt gegebenen Value-Up-Prinzipien. Wie zuvor bereits einschlägige Akteure in Südkorea und Singapur, entwickeln sie nun Rahmenwerke, um die Unternehmensführung zu verbessern, die Liquidität zu erhöhen und die Aktionärsrenditen zu steigern. Im Unterschied zu Singapur fehlt der malaysischen Initiative jedoch die Zusage frischen Kapitals vonseiten der GLICs. Ohne die nötige Kapitalunterlegung dürfte der Einfluss auf die Bewertungen begrenzt bleiben.
Marktkommentar
Die Aktienmärkte der Schwellenländer gaben im Juni nach und entwickelten sich dabei weitgehend parallel zu den globalen Märkten. Die Entlastung durch die niedrigeren Ölpreise gegen Ende des Monats reichte nicht aus, um die erneute Volatilität im Bereich der künstlichen Intelligenz und die anhaltende geopolitische Unsicherheit
Ausblick
Chipproduzenten in Taiwan und Südkorea, Elektrofahrzeug- und Batterieunternehmen in China sowie Roboterhersteller in ganz Asien könnten von steigenden Ausgaben der Hyperscaler profitieren. Abgesehen von Asien verdient Lateinamerika unsere Aufmerksamkeit, denn die Region verfügt über große Reserven an Kupfer, Lithium und seltenen Erden – entscheidende Rohstoffe für eine sauberere Energieversorgung und die Elektromobilität. Dies stärkt die Rolle Lateinamerikas im globalen Energiewandel.
WO LIEGEN DIE RISIKEN?
Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des Anlagekapitals.
Beteiligungspapiere unterliegen Kursschwankungen und sind mit dem Risiko des Kapitalverlusts verbunden.
Internationale Anlagen sind mit besonderen Risiken verbunden. Hierzu gehören Währungsschwankungen sowie gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Unsicherheiten, die zu erhöhter Volatilität führen können. Diese Risiken sind in den Schwellenländern noch größer. Anlagen in Unternehmen eines bestimmten Landes oder einer bestimmten Region können einer größeren Volatilität unterliegen als Anlagen, die geografisch breiter gestreut sind.
Der Einfluss der Regierung auf die Wirtschaft ist noch immer hoch, und daher spielen bei Investitionen in China Regulierungsrisiken im Vergleich zu vielen anderen Ländern eine größere Rolle. Investments in China, Hongkong und Taiwan unterliegen speziellen Risiken, dazu gehören eine geringere Liquidität, Enteignungen, eine konfiskatorische Besteuerung, Spannungen im internationalen Handel, Verstaatlichung sowie Devisenkontrollbestimmungen und eine hohe Inflation. All dies kann negative Auswirkungen auf den Fonds haben. Investments in Hongkong und Taiwan könnten wegen der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu China negativen Einflüssen unterliegen.
WF: 11398208
