Vom ersten Blick aufs Smartphone am Morgen über die Fahrt ins Büro im Elektroauto bis hin zur Streaming-Serie auf dem Fernseher am Abend: Unser Alltag ist enger mit Produkten aus den Schwellenländern verknüpft, als viele vermuten. Sei es durch Halbleiter aus Taiwan, Batterierohstoffe aus Südamerika, Textilien aus Vietnam oder IT-Dienstleistungen aus Indien. Schwellenländer sind längst kein Randthema mehr, sondern ein integraler Bestandteil globaler Wertschöpfungsketten.
Ein Tag im Leben – angetrieben von Schwellenländern

Quelle: Franklin Templeton.
Nur zur Veranschaulichung und als Diskussionsgrundlage. Bezüge auf bestimmte Sektoren dienen ausschließlich dazu, allgemeine Markt- oder Wirtschaftsbedingungen zu veranschaulichen, und stellen weder Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers noch Hinweise auf Portfoliopositionen dar.
Schwellenländer auf dem Vormarsch
In vielen Schlüsselindustrien haben Schwellenländer inzwischen eine führende Stellung inne. So entfielen im Jahr 2024 rund 80 % der weltweiten Produktion von Batteriezellen auf China, während mehr als 70 % der Halbleiterchips in Taiwan gefertigt wurden. Auch bei Seltenen Erden, die für zahlreiche Zukunftstechnologien unverzichtbar sind, ist China mit einem Anteil von etwa 70 % klar dominant. Im Gesundheitssektor zeigt sich ein ähnliches Bild. Über zwei Drittel der weltweiten Impfstoffproduktion stammen aus Indien. Gleichzeitig hat sich das Land als wichtiger Anbieter von IT-Dienstleistungen und Softwarelösungen etabliert.2
Diese industrielle Stärke spiegelt sich auch im gesamtwirtschaftlichen Bild wider. Während viele Industrieländer mit strukturellen Herausforderungen kämpfen, gewinnen die aufstrebenden Volkswirtschaften zunehmend an Gewicht. Dies macht sich auch im Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt bemerkbar, der sich in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten der Schwellenländer verschoben hat.
Schwellenländer gewinnen – Industrieländer verlieren
Schwellenländer (EM) vs. Industrieländer (DM): Anteil am globalen BIP (in %)

Quellen: IWF, WEO. Stand: 31.10.2025.
Basierend auf dem nominalen BIP-Wachstum nach Kaufkraftparität. BIP = Bruttoinlandsprodukt. Es kann nicht zugesichert werden, dass sich Vorhersagen, Schätzungen oder Prognosen als richtig erweisen.
Auffällig ist zudem das höhere Wachstumstempo vieler dieser Länder. Für das Jahr 2026 wird erwartet, dass die Mehrheit der Schwellenländer schneller wächst als die G7-Staaten. Dahinter stehen langfristige Trends wie eine junge Bevölkerung, zunehmende Urbanisierung und eine wachsende Mittelschicht. Zudem wird ein großer Teil der Wirtschaftsleistung in Infrastruktur, Industrie und Innovation investiert, was das langfristige Wachstum ebenfalls unterstützt.
Die meisten Schwellenländer wachsen schneller als die G7
BIP-Wachstumsprognose (%) für 2026

*Die G7 umfassen sieben Länder: Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinigte Königreich und die USA. Es kann nicht zugesichert werden, dass sich Vorhersagen, Schätzungen oder Prognosen als richtig erweisen.
Quellen: IWF, WEO. Stand 31.10.2025.
Reformiert, widerstandsfähig und relevant
Nicht nur beim Wirtschaftswachstum liegen viele Schwellenländer vor den Industrienationen. Auch ihre Verschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ist häufig niedriger. Damit dies so bleibt, haben zahlreiche Länder ihre geld- und fiskalpolitischen Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren konsequent gestärkt. Ziel ist es, die Inflationserwartungen zu steuern und die Ausgaben zu begrenzen. In vielen Fällen hat die proaktive Geldpolitik zu erhöhten Realzinsen geführt.
Hinzu kommt, dass sich viele Schwellenländer als relativ widerstandsfähiger erwiesen haben. Trotz globaler Krisen, geopolitischer Spannungen und zwischenzeitlicher Kapitalabflüsse konnten zahlreiche Volkswirtschaften ihre Stabilität bewahren. Solide Währungsreserven und zunehmend entwickelte lokale Anleihemärkte tragen dazu bei, externe Schocks besser abzufedern und die Abhängigkeit von kurzfristigen Kapitalströmen zu verringern.
22 von 24 Schwellenländern wachsen 2026 schneller als die G7 – alle schneller als Deutschland.
Engagement in Schwellenländern mit einem Multi-Asset-Ansatz
Die Argumente für Schwellenländer sind überzeugend, doch ihre Umsetzung im Portfolio ist oft weniger trivial als gedacht. Denn Schwellenländer sind alles andere als ein homogener Block. Sie unterscheiden sich stark in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, politischen Stabilität, Währungsstruktur und Kapitalmarktarchitektur.
Gerade im Anleihebereich ist die Komplexität groß. Unterschiedliche Währungen, Bonitätsprofile, Laufzeiten und lokale Marktstrukturen erschweren die Einschätzung von Chancen und Risiken. Hinzu kommen eingeschränkte Markttransparenz und teilweise geringere Liquidität. Einzelinvestments können daher schnell zu Klumpenrisiken führen und lassen sich nur schwer breit diversifizieren. Während der Zugang zu einzelnen Aktien vergleichsweise einfach ist, erfordert ein sinnvoll aufgebautes Engagement in Schwellenländeranleihen in der Regel deutlich mehr Expertise, Ressourcen und eine aktive Steuerung.
Eine aktive Multi-Asset-Strategie mit Fokus auf Schwellenländer kann verschiedene Anlagebausteine sinnvoll miteinander verbinden. Durch die Einbeziehung von Schwellenländeranleihen lässt sich die geografische Streuung über klassische, häufig stark auf Asien ausgerichtete Aktienindizes hinaus erweitern. Zudem eröffnet ein solcher Ansatz unterschiedliche Ertragsquellen. Während Aktien von strukturellem Wachstum profitieren können, bieten Anleihen die Möglichkeit laufender Erträge.
Zwei Anlageklassen in einem Produkt: Der Templeton Emerging Markets Dynamic Income Fund
Der Templeton Emerging Markets Dynamic Income Fund vereint Aktien und Anleihen aus Schwellenländern in einem Portfolio. Grundsätzlich wird das Vermögen strategisch ausgewogen auf beide Anlageklassen verteilt, wobei jeweils mindestens 25 % in Aktien und Anleihen allokiert sind. Durch eine dynamische Steuerung kann das Fondsmanagement die Gewichtung je nach Marktumfeld anpassen und so Chancen nutzen oder Risiken reduzieren.
Ein Ziel des Fonds ist die Generierung eines laufenden Einkommens. Die Erträge stammen sowohl aus Anleiherenditen als auch aus Dividenden. Anlegerinnen und Anleger können dabei zwischen unterschiedlichen Ausschüttungsoptionen wählen: Neben monatlichen Bruttoausschüttungen, die sich an den nachhaltig erzielten Erträgen orientieren, gibt es auch sogenannte PLUS-Ausschüttungen. Diese zielen auf eine attraktive, möglichst konstante Ausschüttungsquote ab und können bei Bedarf teilweise auch aus dem Kapital erfolgen. Alternativ steht eine thesaurierende Anteilsklasse zur Verfügung, bei der Erträge im Fonds verbleiben und reinvestiert werden.
Im Aktienbereich setzt der Fonds auf ein fokussiertes Portfolio mit ausgewählten Einzeltiteln. Dabei fließen detaillierte Analysen der lokalen Märkte sowie umfangreiche Vor-Ort-Recherchen ein. Im Anleihebereich liegt der Fokus unter anderem auf der Positionierung entlang der Zinskurve, Währungsentwicklungen und der Auswahl von Emittenten. Ergänzt wird dies durch umfassende Länderanalysen und makroökonomische Modelle.
Globale Portfolios bieten oft nur begrenzten Schwellenländerzugang – konzentriert auf Megacaps. Eine gezielte EM-Allokation eröffnet breitere Wachstumschancen“
Aktuell ist der Fonds zu jeweils rund 40 % in Aktien und Anleihen engagiert. Regional liegt der Schwerpunkt klar auf Asien, das etwa 40 % des Portfolios ausmacht. Es folgt Lateinamerika mit rund 20 %. Auf Sektorebene dominiert der Halbleiterbereich mit einem Anteil von über 20 %. Dahinter folgen Banken sowie Hardware- und Ausrüstungsunternehmen.
Zu den zentralen Positionen zählt die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter. Das Unternehmen partizipiert maßgeblich am anhaltenden Nachfrageboom im Zuge von künstlicher Intelligenz. Ebenfalls im Portfolio ist BYD, einer der führenden Anbieter im Bereich Elektromobilität. BYD deckt weite Teile der Wertschöpfungskette ab – von Fahrzeugen über Batterien bis hin zur Solartechnologie – und steht damit im Zentrum des globalen Trends hin zu nachhaltiger Mobilität. Im Finanzsektor ist unter anderem Itaú Unibanco vertreten, eines der größten Bankhäuser Brasiliens. Brasilien ist in vielen Finanzprodukten unterversorgt, was die langfristige Nachfrage stützen könnte.
Fazit:
Der Templeton Emerging Markets Dynamic Income Fund bietet einen gebündelten Zugang zu verschiedenen Anlagen in Schwellenländern, darunter wachstumsstarke Unternehmen und höher verzinsliche Anleihen in lokaler Währung. Durch die breite Streuung über verschiedene Regionen und Anlageklassen sowie die dynamische Allokation kann das Portfolio flexibel an die Marktbedingungen angepasst werden. Je nach Anteilsklasse sind zudem regelmäßige Ausschüttungen möglich.
Quellen:
- Ein Teilfonds von Franklin Templeton Investment Funds (FTIF), einer in Luxemburg registrierten SICAV.
- Quellen: International Energy Agency (IEA), Counterpoint Research, USGS, Economic Times
Basisinformationen Templeton Emerging Markets Dynamic Income Fund
Anlageziel: Angestrebt wird eine Maximierung von Erträgen und Kapitalzuwachs (Gesamtertrag).
Anlagerichtlinien: Der Fonds investiert überwiegend in Aktien und Anleihen (mindestens 25 % des Vermögens für jede Anlageklasse) von Unternehmen und staatlichen Emittenten, die ihren Sitz in den Schwellenländern, einschließlich Festlandchina, haben oder dort einen wesentlichen Teil ihrer Geschäftstätigkeit ausüben. Einige der Anleiheanlagen können unterhalb von Investment Grade liegen.
SFDR-Kategorie: Artikel 6 (bewirbt keine ökologischen und/oder sozialen Merkmale und verfolgt kein nachhaltiges Anlageziel gemäß den EU-Vorschriften)
Basiswährung: US-Dollar (USD)
Benchmark(s): 50 % MSCI EM-NR, 50 % JPMorgan GBI-EM Global Diversified Index. Nur zum Vergleich der Wertentwicklung verwendet. Der Fonds wird aktiv verwaltet und kann erheblich von der/den Benchmark(s) abweichen.
Kleinanleger-Zielgruppe: Anleger, die sich der Risiken des Fonds bewusst sind und eine Anlagedauer von mindestens 5 Jahren planen. Der Fonds ist gegebenenfalls für Anleger attraktiv, die:
- eine Kombination aus Erträgen und Anlagewachstum anstreben;
- an einem Engagement in einer gemischten Vermögensallokation als Teil eines diversifizierten Portfolios interessiert sind;
- ein mittleres bis hohes Risikoprofil aufweisen und erhebliche kurzfristige Veränderungen des Anteilspreises hinnehmen können.
Produktverfügbarkeit: Der Fonds ist allen Anlegern mit zumindest grundlegenden Anlagekenntnissen, mit oder ohne Beratungsbedarf, über alle Vertriebskanäle zugänglich.
Risiken: Der Fonds bietet weder eine Kapitalgarantie noch einen Kapitalschutz; Sie erhalten möglicherweise nicht den gesamten investierten Betrag zurück.
Der Fonds unterliegt den folgenden Risiken, die von wesentlicher Relevanz sind: Risiken des chinesischen Marktes: Neben den typischen Risiken im Zusammenhang mit Schwellenmärkten unterliegen Investitionen in China wirtschaftlichen, politischen, steuerlichen und betrieblichen Risiken, die für den chinesischen Markt charakteristisch sind. Im Verkaufsprospekt finden Sie genauere Informationen zu dem mit China QFII und Bond Connect sowie mit Shanghai-Hong Kong Stock Connect und Shenzhen-Hong Kong Stock Connect verbundenen Risiko. Kreditrisiko: Das Risiko eines Verlusts, der entsteht, wenn ein Emittent fällige Kapital- oder Zinszahlungen nicht leistet. Dieses Risiko ist höher, wenn der Fonds niedrig eingestufte Sub-Investment-Grade-Wertpapiere hält. Mit Derivaten verbundenes Risiko: Das Risiko des Verlusts in Bezug auf ein Finanzinstrument, wenn eine geringfügige Veränderung des Werts einer Basisanlage einen größeren Einfluss auf den Wert des betreffenden Finanzinstruments haben kann. Derivate können zusätzlichen Liquiditäts-, Kredit- und Kontrahentenrisiken unterliegen. Schwellenmarktrisiko: Das Risiko in Verbindung mit der Anlage in Ländern, deren politische, wirtschaftliche, rechtliche und aufsichtsrechtliche Systeme weniger ausgereift sind. In diesen Ländern kann es zu politischer und wirtschaftlicher Instabilität, fehlender Liquidität oder Transparenz sowie Problemen bei der Wertpapierverwahrung kommen. Fremdwährungsrisiko: Das Risiko eines Verlusts aufgrund von Wechselkursschwankungen oder aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen. Liquiditätsrisiko: Das Risiko, das entsteht, wenn negative Marktbedingungen die Möglichkeit beeinträchtigen, Vermögenswerte zu verkaufen, wenn dies notwendig ist. Dieses Risiko kann unter anderem durch unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Pandemien ausgelöst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen.
Vollständige Informationen über die Risiken einer Anlage in dem Fonds finden Sie im Verkaufsprospekt des Fonds.
