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Rückblick auf das erste Quartal 2026

Die globalen Aktienmärkte gaben im ersten Quartal 2026 nach, wobei der MSCI All Country World Index in US-Dollar um 3,2 % fiel, da ein starker Rückgang im März die Gewinne zu Beginn des Quartals mehr als zunichtemachte. Die Marktentwicklung war geprägt von einer deutlichen Umschichtung der Marktführer, wobei Value-Aktien Growth-Aktien übertrafen und Aktien mit kleinerer Marktkapitalisierung sich besser behaupteten als Large Caps. Der MSCI ACWI Value Index legte um 1,17 % zu und übertraf damit Growth-Aktien, die um 7,68 % nachgaben, deutlich, während Small Caps trotz des allgemeinen Marktrückgangs positive Renditen (+1,06 %) erzielten. Diese Verschiebung spiegelte eine anhaltende Abkehr von der Konzentration auf US-Mega-Caps und Wachstumstitel mit langer Laufzeit wider.2

Regional gab es erhebliche Unterschiede in der Wertentwicklung. Die USA blieben hinter den Erwartungen zurück: Der MSCI USA Index gab um 4,61 % nach, was auf die Schwäche bei Large-Cap-Technologieaktien zurückzuführen ist. Europa sank angesichts der zunehmenden Sensitivität gegenüber Energiepreisen und makroökonomischer Unsicherheit um 2,82 %.2 Im Gegensatz dazu entwickelten sich der asiatisch-pazifische Raum und die Schwellenländer im Quartalsverlauf insgesamt weitgehend seitwärts und verzeichneten in US-Dollar nur einen moderaten Rückgang, was die relative Widerstandsfähigkeit außerhalb der Vereinigten Staaten und eine diversifiziertere Sektorzusammensetzung widerspiegelte. Das Quartal verlief in drei unterschiedlichen Phasen: einer anfänglichen, von Rotationen getriebenen Rally im Januar, gefolgt von erhöhter Streuung und Unsicherheit im Zusammenhang mit KI im Februar, und es gipfelte im März in einem ausgeprägten Risikoaversionsumfeld, das durch geopolitische Eskalationen und einen Energiepreisschock ausgelöst wurde.

Ausblick des Portfoliomanagements

Das Marktumfeld hat sich im Laufe des Quartals erheblich verändert, wobei die Kombination aus der sich beschleunigenden Disruption durch KI und der Eskalation im Iran sowohl strukturelle als auch makroökonomische Unsicherheiten mit sich brachte. Anfang April begannen die Ölpreise nach der Ankündigung eines vorübergehenden Waffenstillstands und der Wiederöffnung wichtiger Schifffahrtsrouten wieder zu sinken. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Preise über dem Vorkonfliktniveau stabilisieren werden, was die anhaltenden geopolitischen Risiken und das strukturell knappere Angebot widerspiegelt.

Gleichzeitig deuten aufkommende Bedenken hinsichtlich der Kreditbedingungen, insbesondere im Bankensektor, darauf hin, dass Teile des Marktes die Abwärtsrisiken unterschätzen könnten, sollten sich die finanziellen Rahmenbedingungen weiter verschärfen. Angesichts der jüngsten Deeskalation des Iran-Konflikts und der Wiederöffnung der Straße von Hormus glaubt das Portfoliomanagement, dass die Märkte wahrscheinlich einen kurzfristigen Tiefpunkt erreicht haben, auch wenn die Erholung wahrscheinlich nicht linear verlaufen wird und die Märkte weiterhin empfindlich auf politische Entwicklungen in den USA reagieren werden.

Vor diesem Hintergrund wird die regionale Differenzierung immer deutlicher. Das Team um Peter Sartori, Christopher Peel und Warren Pustam sieht zunehmend Anzeichen dafür, dass sich das Kapital von der stark konzentrierten Führungsrolle der USA weg und hin zu einem globaler verteilten Chancenpotenzial verlagert. Hongkong und China zeigen nach einer längeren Schwächephase erste Anzeichen einer Stabilisierung, wobei die Bewertungen in den durch Vermögenswerte gedeckten Sektoren weiterhin attraktiv sind. Auch Japan wurde von den jüngsten geopolitischen Entwicklungen und Währungsbewegungen beeinflusst, was womöglich in ausgewählten Bereichen attraktive Einstiegsmöglichkeiten schafft. Das Portfoliomanagement geht davon aus, dass beide Regionen in der kommenden Zeit einen zunehmenden Anteil an Chancen bieten werden.

Auf Portfolioebene liegt der Fokus weiterhin auf dem selektiven Einsatz von Kapital in hochwertigen Unternehmen, die wahllos abgestoßen wurden, aber weiterhin über starke langfristige Fundamentaldaten verfügen. Zudem soll das Portfolio auf Unternehmen ausgerichtet werden, die stärker in Sachanlagen engagiert sind und ein geringeres Risiko struktureller Veralterung aufweisen. Dies spiegelt eine Abkehr von der nach der globalen Finanzkrise vorherrschenden Präferenz für „Asset-light“-Modelle wider, die auf immateriellen Vermögenswerten basieren, da höhere Inflation, geopolitische Instabilität und sich beschleunigende technologische Umbrüche Unternehmen begünstigen, die über Preissetzungsmacht, eine solide Vermögensbasis und nachhaltigere Wettbewerbspositionen verfügen.

Das Tempo des KI-getriebenen Wandels beschleunigt sich weiter und erfordert einen differenzierteren Ansatz sowohl bei direkten als auch bei indirekten Engagements, während höhere Energiepreise sektor- und regionenübergreifend klare Gewinner und Verlierer hervorbringen. In diesem Umfeld wird erwartet, dass sich aus der Volatilität Chancen ergeben. Deshalb wird die Positionierung weiterhin aktiv angepasst – geleitet von Bewertungsdisziplin und Überzeugung.



Wichtige Hinweise

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