In den vergangenen Jahren haben sich die Emerging Markets zu wichtigen Akteuren der globalen Wirtschaft entwickelt. Die rund 24 Länder, die dieser Gruppe zugerechnet werden, sind heute Heimat von mehr als 4,3 Milliarden Menschen und vereinen somit über die Hälfte der Weltbevölkerung auf sich. Charakteristisch ist die vergleichsweise junge Bevölkerungsstruktur, die langfristig günstige demografische Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung bietet. Zugleich leisten die Emerging Markets einen erheblichen Beitrag zur weltweiten Wirtschaftsleistung. Sie stehen für mehr als 50 % des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) und waren in den vergangenen zehn Jahren für rund zwei Drittel des globalen Wirtschaftswachstums verantwortlich.2 Zum Vergleich: Die US-Wirtschaft trägt derzeit weniger als 15 % zum globalen BIP bei.3
Auch im Technologiebereich haben die Schwellenländer deutlich an Bedeutung gewonnen. Ihr Anteil an den weltweiten Patentanmeldungen ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und liegt inzwischen bei über 50 %.4 Parallel dazu hat sich die Wirtschaftsstruktur spürbar verändert. Kein Wunder, dass der Anteil sogenannter „New-Economy“-Sektoren wie Technologie, Finanzen, Gesundheitswesen und Konsumgüter gewachsen ist und gerade in diesen Bereichen vermehrt Unternehmen mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit entstehen.
Schwellenländer – weltweit relevant
Dank verschiedene Wachstumstreiber entstehen in Schwellenländern vermehrt Firmen von Weltrang.

Quelle: Franklin Templeton Emerging Markets Equity.
Umso überraschender ist es, dass Emerging Markets trotz ihres wirtschaftlichen Gewichts an den Kapitalmärkten nur gering gewichtet sind. Weltweit entfallen derzeit nur rund 5 % des globalen Anlagevermögens auf diese Regionen.5 Vor diesem Hintergrund bietet der Templeton Emerging Markets Fund Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, gezielt an der Entwicklung der Aktienmärkte in Schwellenländern teilzuhaben und das Portfolio über die stark fokussierten Industriemärkte hinaus breiter aufzustellen.
Das Besondere am Templeton Emerging Markets Fund: Vor-Ort-Expertise und eigenständige Positionierung
Der Templeton Emerging Markets Fund investiert in Aktien aus Schwellenländern und versteht sich als klassischer Kernbaustein für diese Anlageklasse. Anstatt sich klar auf Wachstum oder Value festzulegen, verfolgt der Fonds einen ausgewogenen Ansatz. Investiert wird vor allem in größere, etablierte Unternehmen, deren Management langfristiges Wertpotenzial sieht. Der Fonds konzentriert sich dabei bewusst auf Aktien und verzichtet auf Derivate, Hebelung und aktive Währungsabsicherung. Das Ziel besteht darin, ein robustes Portfolio aufzubauen, das nicht von kurzfristigen Markttrends oder einzelnen Stilfaktoren abhängig ist.
Der Investmentprozess beginnt direkt vor Ort. Ein globales Team von über 70 Emerging-Markets-Spezialistinnen und -Spezialisten identifiziert Anlageideen in den jeweiligen Ländern und analysiert diese detailliert. Am Ende schaffen es nur die aus Sicht des Portfoliomanagements überzeugendsten Titel ins Portfolio.
Was den Fonds besonders macht, ist seine eigenständige Positionierung. Viele der enthaltenen Unternehmen finden sich in vergleichbaren Fonds kaum wieder. Der Templeton Emerging Markets Fund weist üblicherweise einen hohen Active Share auf, d. h. er weicht stark von der Zusammensetzung des Referenzindex ab. Dadurch entsteht die Wertentwicklung in erster Linie aus der aktiven Aktienauswahl und weniger aus der Marktentwicklung. Dieser konsistente Kernansatz hat in der Vergangenheit zu einer vergleichsweise stabilen Entwicklung über unterschiedliche Marktphasen hinweg beigetragen. Vergangene Wertentwicklungen sind jedoch kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse, und der Wert von Anlagen kann steigen oder fallen.
Ein klar definierter Investmentprozess – von der Idee bis zum Portfolio
Der Anlageprozess des Templeton Emerging Markets Fund basiert auf einem mehrstufigen Modell. In einem ersten Schritt steht die Ideenfindung, bei der lokale Analystinnen und Analysten sowie Portfoliomanagementteams aus einem Anlageuniversum von über 3.000 Aktien potenzielle Investmentchancen identifizieren. Dabei fließen Unternehmensgespräche, erste fundamentale Einschätzungen sowie Research von Drittanbietern ein.
Anschließend folgt die konsequent bottom-up ausgerichtete Aktienanalyse. Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige Ertragskraft der Unternehmen, ihre Bewertung sowie die Analyse zentraler Fundamentaldaten. Wesentliche ESG-Aspekte werden systematisch in den Analyseprozess integriert. Auf Basis dieser Prüfung wird eine GEM-Abdeckungsliste erstellt, in der Unternehmen mit einer positiven Einschätzung („Buy/Hold“) zusammengefasst werden.
In der letzten Phase erfolgt der Portfolioaufbau durch das Portfoliomanagement. Unter Berücksichtigung von Risikokennzahlen, Portfoliorichtlinien und der Überzeugung der Analystinnen und Analysten entsteht ein fokussiertes, gut diversifiziertes Portfolio aus 60 bis 80 Aktien, wobei die zehn größten Positionen zusammen meist etwas mehr als 40 % des Fonds ausmachen. Der Fokus liegt klar auf Qualität und Substanz statt auf Masse. Ein durchgängiges Risikomanagement begleitet dabei alle Prozessschritte. Insgesamt spielen Top-down-Vorgaben eine untergeordnete Rolle.
Asien im Fokus, Technologie als Treiber
Derzeit ist der Fonds mit einem Anteil von über 70 % am stärksten in Asien investiert. Weitere regionale Schwerpunkte sind Lateinamerika, der Nahe Osten, Afrika und Nordamerika. Auf Sektorebene bilden Halbleiter den größten Schwerpunkt im Portfolio. In diesem Bereich sind unter anderem Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) und SK Hynix prominent vertreten.6 Beide Unternehmen profitieren von langfristigen strukturellen Trends wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz, unterliegen jedoch zugleich den zyklischen Schwankungen der Branche sowie den erhöhten geopolitischen Risiken im asiatischen Raum.
Ebenfalls hoch gewichtet ist der Finanzsektor, der unter anderem durch die ICICI Bank vertreten ist. Die indische Privatbank profitiert vom anhaltenden Wirtschaftswachstum des Landes und der steigenden Nachfrage nach modernen Finanzdienstleistungen. Risiken ergeben sich hier vor allem aus konjunkturellen Abschwächungen sowie möglichen regulatorischen Eingriffen in den Finanzsektor.
Der drittgrößte Sektor im Portfolio ist Hardware & Ausrüstung. Mit Samsung Electronics ist hier ein weltweit führender Technologiekonzern vertreten, der in Bereichen wie Unterhaltungselektronik, Speicherchips und Industriekomponenten aktiv ist. Chancen ergeben sich aus der breiten technologischen Aufstellung und der globalen Marktpräsenz des Konzerns, während Risiken insbesondere aus dem intensiven Wettbewerb und der zyklischen Nachfrage in der Elektronikindustrie resultieren.
Fazit:
Der Templeton Emerging Markets Fund bietet einen aktiv gemanagten Zugang zu Schwellenländeraktien. Mit seinem ausgewogenen Ansatz und dem klar strukturierten Anlageprozess zielt der Fonds darauf ab, die Chancen dieser dynamischen Märkte zu nutzen und zugleich eine breite Diversifikation innerhalb des Portfolios zu ermöglichen. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass Investitionen in Schwellenländer mit erhöhten Risiken und Wertschwankungen verbunden sein können.
Weitere Fonds zum Thema Emerging Markets:
- Ein Teilfonds von Franklin Templeton Investment Funds (FTIF), einer in Luxemburg registrierten SICAV.
- Quelle: World Economics (https://www.worldeconomics.com/Regions/Emerging-Markets/)
- Quelle: IMF, World Economic Outlook Database October 2025
- Quelle: WIPO, TIPO, 30.09.2025
- Quelle: MSCI; JP Morgan, 30.09.2025
- Die Informationen sind historisch und spiegeln nicht unbedingt die aktuellen oder künftigen Portfolio-Merkmale wider. Bei allen Portfolio-Beteiligungen sind Änderungen vorbehalten. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Empfehlung zum Kauf, Halten oder Verkauf eines Wertpapiers dar.
Basisinformationen Templeton Emerging Markets Fund
Anlageziel: Angestrebt wird ein langfristiges Anlagewachstum, vor allem durch Kapitalzuwachs.
Anlagerichtlinien: Der Fonds investiert überwiegend in Aktien von Unternehmen mit beliebiger Marktkapitalisierung, die ihren Sitz in den Schwellenländern (einschließlich China) haben oder dort einen wesentlichen Teil ihrer Geschäfte machen. In geringerem Umfang kann der Fonds in wandelbare Wertpapiere, sonstige Unternehmensschuldtitel, chinesische A-Aktien (vor allem über Shanghai-Hong Kong Stock Connect und Shenzhen-Hong Kong Stock Connect) und chinesische B-Aktien investieren.
SFDR-Kategorie: Artikel 8 (bewirkt ökologische und/oder soziale Merkmale gemäß den EU-Vorschriften)
Basiswährung: US-Dollar (USD)
Benchmark(s): MSCI Emerging Markets Index-NR. Nur zum Vergleich der Wertentwicklung verwendet. Der Fonds wird aktiv verwaltet und kann erheblich von der/den Benchmark(s) abweichen.
Kleinanleger-Zielgruppe: Anleger, die sich der Risiken des Fonds bewusst sind und eine Anlagedauer von mindestens 5 Jahren planen. Der Fonds ist gegebenenfalls für Anlegerinnen und Anleger attraktiv, die:
- ein langfristiges Anlagewachstum anstreben
- an einem Engagement in den Aktienmärkten der Schwellenländer als Teil eines diversifizierten Portfolios interessiert sind
- ein hohes Risikoprofil aufweisen und erhebliche kurzfristige Veränderungen des Anteilspreises hinnehmen können
Produktverfügbarkeit: Der Fonds ist allen Anlegerinnen und Anlegern mit zumindest grundlegenden Anlagekenntnissen, mit oder ohne Beratungsbedarf, über alle Vertriebskanäle zugänglich.
Risiken: Der Fonds bietet weder eine Kapitalgarantie noch einen Kapitalschutz; Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Betrag zurück.
Der Fonds unterliegt den folgenden Risiken, die von wesentlicher Relevanz sind: Risiken des chinesischen Marktes: Neben den typischen Risiken im Zusammenhang mit Schwellenmärkten unterliegen Investitionen in China wirtschaftlichen, politischen, steuerlichen und betrieblichen Risiken, die für den chinesischen Markt charakteristisch sind. Im Verkaufsprospekt finden Sie genauere Informationen zu dem mit China QFII und Bond Connect sowie mit Shanghai-Hong Kong Stock Connect und Shenzhen-Hong Kong Stock Connect verbundenen Risiko. Schwellenmarktrisiko: Das Risiko in Verbindung mit der Anlage in Ländern, deren politische, wirtschaftliche, rechtliche und aufsichtsrechtliche Systeme weniger ausgereift sind. In diesen Ländern kann es zu politischer und wirtschaftlicher Instabilität, fehlender Liquidität oder Transparenz sowie Problemen bei der Wertpapierverwahrung kommen. Fremdwährungsrisiko: Das Risiko eines Verlusts aufgrund von Wechselkursschwankungen oder aufgrund von devisenrechtlichen Bestimmungen. Liquiditätsrisiko: Das Risiko, das entsteht, wenn negative Marktbedingungen die Möglichkeit beeinträchtigen, Vermögenswerte zu verkaufen, wenn dies notwendig ist. Dieses Risiko kann unter anderem durch unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Pandemien ausgelöst werden. Eine geringere Liquidität kann den Kurswert der Vermögenswerte beeinträchtigen.
Vollständige Informationen über die Risiken einer Anlage in dem Fonds finden Sie im Verkaufsprospekt des Fonds.
